Category Archives: Astronomy

Hakos Time-lapse

Hakos, Namibia 2014 Time-lapse from Martin Junius on Vimeo.

Time-lapse video from a short trip to the IAS Observatory (Internationale Amateur Sternwarte) at Hakos, Namibia in June 2014.

Natürlich darf auch ein Zeitraffervideo von der  Internationalen Amateursternwarte IAS auf Hakos, Namibia nicht fehlen. Und so pittoresk die Wolken hier auch sind, in drei von acht Beobachtungsnächten waren sie dann doch störend. Insbesondere für Michael und Lutz, die eine Sternbedeckung durch den Asteroiden Chariklo bzw. dessen Ringen vermessen wollten.

Video erstellt mit Lightroom, Starstax, Avisynth, VIrtualdub, Handbrake. Schön, dass einige freie “Old School” Werkzeuge für die Videoverarbeitung da noch mal richtig nützlich sind.

Musik erstellt mit Ableton Live, Native Instruments Komplete und meinem Kawai ES-6 als Master-Keyboard. Das iPad musste beim Musikmachen mal außen vor bleiben. ;-)

Astrofotografie

Antares, M4, rho Ophiuchi

Antares, M4, rho Ophiuchi

Hier im Blog ist es noch nicht so in Erscheinung getreten, aber wer meine Aktivitäten auf Facebook, Twitter, Google+ und ipernity verfolgt, wird es schon gemerkt haben: seit Herbst letzten Jahres hat mich das Thema Astrofotografie gepackt.

Sogar so sehr, dass ich doch glatt im Juni mit Michael nach Namibia geflogen bin, um einen wirklich dunklen Sternen(süd)himmel zu erleben. Was wiederum so begeisternd war, dass ich jetzt auch Mitglied bei der Internationalen Amateursternwarte (IAS) geworden bin, die auf der Hakos-Farm und dem Gamsberg eine fantastische astronomische Infrastruktur bietet.

Wie will man es beschreiben? In weiten Teilen Europas haben wir den dunklen Sternenhimmel zu einem hell zubetonierten Garten gemacht. Nur hier und da schauen ein größerer Baum oder Strauch raus. In Namibia sieht man den kompletten Garten mit noch den kleinsten Blumen.

Allerdings haben wir dort auch Lichtverschmutzung feststellen müssen. Morgens vor Beginn der astronomischen Dämmerung war das Zodiakallicht doch ganz schön hell und störend. ;-)

Lightroom and Star Trails

Rügen Star Trail

Rügen Star Trail

The relatively dark skies and several clear nights on Rügen’s “Muttland” during our recent Berlin-Rügen-Wismar trip had to be portrayed as a star trail, of course. With the new fisheye toy, the camera was just lying on its back on a small table in the hotel garden while we were stargazing. ;-) Result ist the image above, compiled from 264 single exposures at f/4, ISO 400, 30 s (in reality approx. 32 s) for a total time of 8630 s.

Combining the images can be done with a variety of tools. Photoshop or other image manipulation tools, and the “lighten” layer mode being somewhat obvious, but 264 layers with 21 Mpxl would certainly stress resources heavily. So there are some specialists out there: StarStaX and Startrails, both Windows programs offering a “lighten” and a “gap filling” mode among others.

For the circular fisheye here “gap filling” is not really required. Nevertheless the result shown above is from StarStaX in “gap filling” mode, as I like StarStaX’s slight increase in local contrast compared to “lighten”. When stacking images in “lighten” mode, both programs will output absolutely identical results. In “gap filling”, I found that Startrails yielded a too bright background for the image series. All in all I tend to prefer StarStaX, even if “comet mode” in StarStaX wasn’t that much of a success.

Neither StarStaX nor Startrails handle embedded meta data, so some postprocessing with exiftool is required:

exiftool -tagsfromfile FIRSTIMAGE.jpg -Keywords= -Subject= -ThumbnailImage= -ExposureTime=NNNN OUTPUT.jpg

An alternative is to use ImageMagick, the command line tool convert can do the “lighten” stacking as follows:

convert INPUT*.jpg -evaluate-sequence max OUTPUT.jpg

For the stacking, the image series needs to be exported from Lightroom first, JPEGs at max quality are sufficient. StarStaX supports 16 bit TIFFs on input, but not for output. Make sure to check the “Write Keywords as Lightroom Hierarchy” setting, the exiftool command above ensures that the “flat” keywords don’t mess up the keyword hierarchy during import.

One big caveat, and I found this out the hard way: in preparing the image series for export from Lightroom, don’t apply any development settings which change the geometry of the image, e.g. crop with rotation or lens distortion correction! Doing so will result in banding-like artefacts in the stacked result! An example of these early trial and errors can be seen here at this image on ipernity (Gröde star trail, artefacts visible in the lower part just above the horizon).

Eclipse on APOD

Total Solar Eclipse 13/14 Nov 2012 #4 - Chromosphere

Total Solar Eclipse 13/14 Nov 2012 #4 – Chromosphere

More impressive images from the 13/14 Nov total solar eclipse can be found on the NASA Astronomy Photo of the Day website (APOD).

Eclipse Photography Equipment

Total Solar Eclipse 13/14 Nov 2012 #7 - Totality Composite

Total Solar Eclipse 13/14 Nov 2012 #7 – Totality Composite

Equipment, what worked, what didn’t? Well, everything did, so I’m quite happy with the setup used to photograph the 13/14 Nov 2012 total solar eclipse:

When using EclipseOrchestrator, it is extremely important to test the control scripts thoroughly, over and over again. Camera cycle times and overall timing are tricky, especially when using mirror lockup and a serial port shutter cable. BTW: Fred’s support for his program is superb!

The Astrotrac’s tracking time is approx. 2 hours, just a perfect match for a total solar eclipse. And you definitely need something like the wedge and GIRO-mini, a normal “photo” ball head just won’t do it. For this eclipse the GIRO-mini would probably have worked without counterweights, as the sun was just 12 degrees above the horizon at totality and thus the GIRO-mini in a more or less upright position.

Tag der Finsternis

Waiting for the Eclipse #3 - Foto: Susanne Büter

Waiting for the Eclipse #3 – Foto: Susanne Büter

Von den Schrecken der Finsternis … ;-) … Bericht vom 14.11.:

Heute ist der Tag der Finsternis. UTC-mäßig findet die totale Sonnenfinsternis bereits am 13.11. statt, aber hier sind wir der Standardzeit zehn Stunden voraus.

Um vier Uhr klingelt der Wecker in der dunklen Nacht, die astronomische Dämmerung ist erst um 4:22 Uhr, und so zeigt ein Blick aus dem Zeltfenster sternenklaren Himmel mit dem Kreuz des Südens und der Milchstraße in Richtung Zenit. Wunderbar, das wird ein guter Tag, also raus aus den Federn.

Duschen muss heute ausfallen, stattdessen gilt es, das Equipment zu der gestern ausbaldowerten Stelle zu schleppen, Rainer und ich teilen uns zwei Meter Baumlücke mit freier Sicht auf den Horizont. Stativ, Montierung und Kamera mit Russentonne werden an der schon mit Heringen markierten Stellen aufgebaut und ausgerichtet. Wo die Sonne aufgeht haben wir bereits gestern ermittelt. Langsam wird es heller und in Richtung Osten zeigt sich die Staffelung der Hügelketten, Berge und einer niedrigen Wolkenschicht am Horizont. In der Höhe einige dünne Cirren, aber nichts zu sehen, was die Beobachtung der Finsternis beeinträchtigen könnte.

Laptop und Kamera werden verkabelt, diesmal ist volle Automatisierung mit EclipseOrchestrator angesagt. Nach dem Update der Zeit- und Positionsdaten über GPS ist alles startbereit, die Vorbereitungscheckliste abgearbeitet und es heißt nur noch Warten. Bevor es losgeht, bekommt aber noch schnell Björn mein 300er Tele mit 1,4fach Konverter, da er den Adapter für seine Russentonne nicht findet.

Sonnenaufgang um 5:39, aber von der Sonne ist erst mal nichts zu sehen, denn der Horizont ist von Bergen und Wolken verdeckt. Kurz darauf um 5:44 der erste Kontakt, aber auch dieser findet noch im Verborgenen statt.Doch dann um 5:54 steigt ein angebissener, oranger Feuerball über die Wolkenschicht, weiterhin keine Störer in Sicht, die Show beginnt!

In der starken Vergrößerung zeigen sich wieder die bereits am Vortag beobachten Luftturbulenzen in der Atmosphäre. Im Sucher und Liveview kocht der Sonnenrand regelrecht, exaktes Scharfstellen ist erschwert, die markierte Voreinstellung an der Russentonne muss reichen.

Langsam schiebt sich der Mond vor die Sonne und Computer-gesteuert macht die Kamera die ersten Bilder der partiellen Phase, die Technik funktioniert. Nicht so ganz nebenan bei Rainer, seine Nikon will mit EclipseOrchestrator partout TIFF statt RAW erzeugen, hier ist wohl oder übel der Fallback auf manuell notwendig. Die Nachführung muss ab und an etwas korrigiert werden, so ganz exakt ist die Ausrichtung mit Wasserwaage und Kompass dann wohl doch nicht geworden. Susanne macht einige Bilder im Umfeld, ich konzentriere mich auf den Aufbau mit der Russentonne.

Die Spannung steigt, weiterhin ist keine störende Bewölkung in Sicht, ja, diesmal wird es wieder was. Das Licht wird langsam fahl, die Temperatur sinkt fühlbar ab, aber noch machen die Vögel am Roadhouse ein ziemliches Spektakel. Die Sonnensichel wird immer schmaler, die Landschaft dunkler, beleuchtet von jenem eigentümlichen Dämmerungslicht, das so unwirklich erscheint, weil es nicht rot verfärbt ist, sonder normal weißes Sonnenlicht. Fliegende Schatten über den Boden huschend meine ich beobachten zu können, wahrscheinlich besonders deutlich durch die tief stehende Sonne und die Luftturbulenzen. Ich bin gespannt, ob es den anderen gelungen ist, das fotografisch festzuhalten.

Dann meint EclipseOrchestrator „filters off“, die Kamera fängt an, durch die Belichtungssequenzen zu tackern, um 6:37 ist der zweite Kontakt. Jetzt können wir die Sofibrillen absetzen und endlich wieder den Blick auf die schwarze Sonne richten, darauf haben wir vier Jahre gewartet.

Von der Anspannung vor der Totalität hab ich doch glatt noch die Lesebrille auf der Nase, beim Blick durch den entsprechend eingestellten Sucher war das gar nicht aufgefallen. Und das Fernglas hab ich auch nicht umhängen. Kurze Suche im Dunklen auf der Picknickdecke mit dem Equipment ist nicht erfolgreich, aber jetzt bloß keine wertvollen Totalitätssekunden verschwenden, es muss halt so gehen.

Ganz perfekt, dass Astrotrac das Nachführen und EclipseOrchestrator das Fotografieren übernehmen, damit kann ich zum ersten Mal die Totalität komplett beobachten und muss mich nicht aufs Fotografieren konzentrieren, was die Erfahrung noch intensiver macht. Die Vorbereitung und aufwendigen Tests haben sich gelohnt. Es ist ein herrlicher Blick auf die ziemlich runde und helle Korona, lange Streamer wie bei den Finsternissen 2006 und 2008 sind nicht zu sehen. Insgesamt erscheint es während der Totalität relativ hell, dunkel natürlich, aber eher wie im Mondlicht. Liegt es an der Lichtstreuung durch die Cirren und der jetzt natürlich sehr staubigen Luft in Queensland kurz vor der Regenzeit? Auch die Vogelwelt hat eingesehen, dass hier etwas besonderes passiert und ist ganz still geworden.

Kurz vor dem dritten Kontakt erscheint zuerst gut sichtbar die rot-violette Chromosphäre, dann blitzen die ersten Sonnenstrahlen um 6:39 auf und verschmelzen zum Diamantring. Die Totalität ist vorbei und wir müssen den direkten Blick auf die Sonne leider wieder abwenden. Die Kamera rattert noch durch ein paar Diamantringbilder, dann heißt es „filters on“.

Begeisterung bei allen Teilnehmern, wir haben es geschafft, trotz durchwachsener Wettervorhersagen eine Finsternisbeobachtung unter besten Bedingungen. Die wenigen Cirren haben das Erlebnis Totalität überhaupt nicht gestört. Die Anspannung ist vorbei und etwas Bewegung kommt in die Beobachter. Die Journalisten von ABC Radio Australia interviewen einige von uns, netterweise haben sie sich in der Phase vor der Totalität erfreulich im Hintergrund gehalten. Von ihnen erfahren wir auch, das es wohl für viele Beobachter an der Küste nicht so gut ausgesehen hat.

Bleibt noch die zweite partielle Phase, ohne die Spannung vor der Totalität fast schon langweilig. Aber dennoch will beobachtet werden, wie der Mond die Sonne wieder komplett freigibt. Fast vergesse ich, noch mal die Nachführung zu korrigieren, aber glücklicherweise ist die Sonne noch im Sucher geblieben. Und dann ist es wirklich vorbei, vierter Kontakt um 7:38, die Sonne ist wieder kreisrund, die Vögel machen wie eh und je Lärm, als wäre nichts passiert.

Das Erlebnis? Die Totalität war imposant, genauso und immer noch zutiefst beeindruckend wie 2006 und 2008, vielleicht noch intensiver, weil ohne Ablenkung beobachtet.

Wo ist die nächste? Aber jetzt erst mal zum Frühstück …

 

Total Solar Eclipse 13/14 Nov 2012

Total Solar Eclipse 13/14 Nov 2012 #6 - Corona

Total Solar Eclipse 13/14 Nov 2012 #6 – Corona

Finally! After the clouded out experience in 2009 we were able to watch the total solar eclipse of 13/14 Nov 2012 at the Palmer River Roadhouse in Queensland, Australia.

See some images from eclipse day in the new Google+ album Eclipse 2012.

 

Perseiden

Perseiden #2

Perseiden #2

Eine laue Sommernacht lud dazu ein, die Lightshow der Perseiden am Himmel zu genießen. Bei sternemklarem Himmel waren auch im lichtverschmutzen Köln viele über den Nachthimmel huschende Sternschnuppen zu sehen, einige davon erstaunlich hell.

Und immerhin drei davon ließen sich auch fotografisch einfangen, dafür waren allerdings 240 Aufnahmen mit jeweils 15 Sekunden notwendig.